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Bergmann: Natürlich will ich

Dienstag, 18. September 2012 in Aktuelles

Über 250 Gäste beim „Politik und Kultur-Fest“ mit SPD-Bürgermeisterkandidat – Bergmann bekräftigt unter lang anhaltendem Applaus seinen Wunsch nach Offenheit, Transparenz und uneingeschränkter Solidarität – Kulturprogramm löst beim Publikum Begeisterungsstürme aus

„Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen“, so die abschließenden Worte des SPD Bürgermeisterkandidaten Ernst Bergmann bei der großen Wahlveranstaltung der Altdorfer SPD am vergangenen Freitag im Garten des „Goldenen Ankers“: „Natürlich will ich – gegen anderslautender Gerüchte, wo auch immer diese herkommen – Bürgermeister der Stadt Altdorf werden. Wie schon im Jahr 2006 habe ich auch diesmal meine ganze Kraft und Überzeugung in die Waagschale geworfen und mich ein weiteres Mal um das Amt des Ersten Bürgermeisters beworben. Selbstverständlich mit dem Ziel, auch tatsächlich in dieses Amt gewählt zu werden.“ Diese klaren Worte des Bürgermeisterkandidaten bedachten die Zuhörer mit lang anhaltendem Applaus.

In seiner vorausgegangen Rede umriss Bergmann in prägnanter und anschaulicher Art und Weise seine politischen Standpunkte: Offenheit und Transparenz stehen für den SPD-Bürgermeisterkandidaten an erster Stelle: „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit des Stadtrats als politische Entscheidungsinstanz – Geheimniskrämerei gegenüber dem Stadtrat wird es bei mir als Ersten Bürgermeister nicht geben.“ Bergmann, der selbst seit 16 Jahren im Altdorfer Stadtrat sitzt, nannte hier ein konkretes Bespiel: „Als Stadträte müssen wir unsere Entscheidungen vor den Bürgerinnen und Bürgern rechtfertigen. Doch wir wissen beispielsweise bis heute nicht, welcher Investor an der Riedener Straße einen Supermarkt bauen will. Diese Frage wird mir immer wieder gestellt – und ich kann sie nicht beantworten. Ein Zustand, der für mich unhaltbar ist. Fundierte Entscheidungen können nur dann getroffen werden, wenn jeder alle Fakten kennt. Also raus mit den Tatsachen, kein Verstecken hinter Vorschriften und Datenschutz und vor allem: Keine Angst vor der öffentlichen Diskussion“, erklärte der SPD-Bürgermeisterkandidat.

Des Weiteren machte sich Bergmann für eine „echte“ Bürgerbeteiligung bereits im Vorfeld politischer Entscheidungen stark. Dazu gehöre für ihn die Einbeziehung von externen oder internen Sachverstand ebenso, wie die der ernannten Beauftragten, der Vereine und natürlich die der Bürgerinnen und Bürger selbst. „Warum sollen wir uns in der Frage nach einer Veranstaltungshalle nicht mit den Veranstaltern zusammen setzen und von deren Sachverstand profitieren? Warum sich beim Thema Nordtangente nicht mit Ablehnern und Befürwortern an einen Tisch setzen und Argumente austauschen“, fragte Bergmann. Als Erster Bürgermeister wolle er, führte Bergmann weiter aus, Entscheidungen auf eine möglichst breite Basis stellen, denn nur dann sind diese auch tragfähig. Beim Thema Nordtangente scheue er sich auch nicht, das Votum mittels Bürgerentscheid allen Altdorferinnen und Altdorfern in die Hand zu geben. „Schließlich sind sie es, die von einer solch weitreichenden Entscheidung direkt betroffen sind“ sagte Bergmann weiter.

Als überzeugter Sozialdemokrat, so Bergmann, stehe er selbstredend für uneingeschränkte Solidarität, vor allem gegenüber den Schwachen innerhalb der Gesellschaft, gegenüber jenen die eben keine eigene Lobby haben. Hier sind nicht nur die sozialen Härtefälle gemeint, nein hier geht es auch um junge Familien, um Alleinerziehende, Kinder, Jugendliche und alte Menschen: „Als sozialdemokratischer Bürgermeister möchte ich ihr Sprachrohr sein. Ich scheue mich deshalb auch nicht, auf meinem Wahlplakat klar und deutlich zu zeigen, dass ich der Kandidat der SPD bin. Der Wähler soll wissen, wofür ich stehe“, erklärte Ernst Bergmann. Auch hierfür erntete der SPD-Bürgermeisterkandidat lang anhaltenden Applaus.

Zuvor lobte Martin Burkert, Ehrengast und sozialdemokratischer Abgeordneter im Deutschen Bundestag vor allem das kulturelle und ehrenamtliche Engagement Ernst Bergmanns: „Es ist gut, dass sich am heutigen Abend Kultur und Politik begegnen, denn dass passt bestens zu ihm. Er ist ein hervorragender Politiker, versteht aber auch was von Kultur und betreibt diese auch“, sagte Burkert. Er sei überzeugt, so Burkert weiter, dass Bergmann diesmal den Einzug ins Rathaus schaffen werde: „Ich bewundere ihn auch dafür, dass er nach seiner knappen Wahlniederlage im Jahr 2006 nicht resigniert hat oder sich in die Schmollecke zurückgezogen hat, sondern weiterhin seine ganze Kraft und Energie auf seinen politische Arbeit für Altdorf gelegt hat!“

Schon vor Beginn der offiziellen Veranstaltung mussten die Helferinnen und Helfer noch zusätzliche Bänke und Tische bereit stellen – von einem derart großen Andrang hatte bis dahin niemand zu träumen gewagt. Das kulturelle Programm ließ keine Wüsche offen: Ursula Muhr zog die Zuhörer mit ihrer Lesung in den Bann. Der musikalische Teil mit Robert Holzmann, Nico Knoll, Rolf Scharrer, Wolfgang Völkl, Volker Groß, Herbert Creutz, Fritz Schumacher und Manfred Farnbach ließ den Abend zu etwas ganz Besonderem werden. Als Überraschungsgäste kamen „Walder und Gunda“ (alias Ernst Bergmann und Karin Völkl), die im breitesten fränkisch die Altdorfer Bürgermeisterwahl kommentierten und alle drei Kandidaten gleichermaßen satirisch beleuchteten. Höhepunkt der Veranstaltung war das Zusammenspiel aller Musiker – kaum einen der anwesenden Gäste hielt es hier noch auf den Stühlen.

Offenheit und Transparenz

Dienstag, 4. September 2012 in Aktuelles

Bergmann stellt in Hagenhausen politisches Programm vor

Großer Andrang beim Jazz-Frühschoppen mit SPD-Bürgermeisterkandidat Ernst Bergmann – Ausführliche Darstellung der politischen Positionen für Altdorf – Reger Meinungsaustausch mit anwesenden Bürgerinnen und Bürgern

Das politische Veranstaltungen mehr sein können als trockene, endlose Monologe zeigte sich beim Jazz-Frühschoppen mit Ernst Bergmann in Hagenhausen: Die Gypsy-Swing-Band „Freddies Violine“ sorgte für Jazz vom Feinsten, die Terrasse des Hagenhausener Gasthofs „Zur Linde“ war bis auf den letzten Platz gefüllt und auch das Wetter spielte mit. Die zahlreichen Gäste hatten in gemütlicher Atmosphäre ausreichend Gelegenheit die politischen Ansichten des SPD-Bürgermeisterkandidaten Ernst Bergmann kennenzulernen und eigene Anliegen vorzubringen. Viele der anwesenden Bürgerinnen und Bürger blieben bis in die frühen Abendstunden.

Fünf Themenschwerpunkte rückten hier in den Mittelpunkt: Die Fortschreibung des Flächennutzungsplans und die damit verbundene Stadtentwicklung Altdorfs hat freilich einen besonders großen Stellenwert. Bergmann machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass er für ein behutsames Wachstum und einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Landschaft steht: „Bebauung bedeutet auch immer Verlust an Landschaft“, erklärte der SPD-Bürgermeisterkandidat. „Doch natürlich müssen wir neue Bebauungsgebiete ausweisen, damit Familien in Altdorf bleiben und neue dazu kommen. Deshalb hat sich die SPD-Fraktion im Stadtrat schon immer dafür eingesetzt, dass Bauflächen bezahlbar angeboten werden müssen “, sagte Bergmann weiter. Das gilt natürlich für die Altdorfer Kernstadt und die Altdorfer Außenorte gleichermaßen. Die SPD-Fraktion, so Bergmann, setzt sich schon immer für die Belange der Außenorte ein. Sei es bei der Unterstützung der Vereine und örtlichen Feuerwehren, bei Dorfplatzgestaltungen oder Sanierungsbauvorhaben.

Als weiteren Punkt auf seiner Agenda nannte Bergmann die Verkehrspolitik. „Bisher lag der Focus der Kommunalpolitik auf den fließenden und ruhenden Pkw-Verkehr, also auf Umgehungsstraßen und Parklätzen. Das ging so weit, das sogar Spielflächen zu Parkplätzen umgebaut wurden“, führte Bergmann aus. Ihm und der Altdorfer SPD liegt es deshalb am Herzen, den Schwerpunkt weg von den Pkws hin zu den Menschen zu verlagern: 30-Zonen, verkehrsberuhigte Bereiche und die Reduzierung der Fahrbahnbreiten müssen verkehrspolitisches Alltagsgeschäft werden. Der Ausbau des Fahrradwegenetzes und der Fußgängerwege gehören hier selbstverständlich auch dazu.

Die Energiewende nannte Bergmann als weiteres Thema, dem die Sozialdemokraten nicht erst seit atomaren Katastrophen höchste Bedeutung zukommen lassen. Ziel muss es sein, so Bergmann, dass auch in Altdorf kein öffentliches Gebäude mehr ohne eine Photovoltaik-Anlage gebaut wird – in anderen Städten ist das schon seit langem gängige Praxis. Bergmann bekannte sich zu der vom Stadtrat beschlossenen Ausweisung der Vorrangfläche für Windenergie bei Eismannsberg aus. „Gerne würde ich das Thema Windenergie gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und nicht mit irgendwelchen Investoren entwickeln. So kann der Landkreis Nürnberger Land mit der Gründung einer Genossenschaft auf Kreisebene beispielgebend für Altdorf sein. Dies wäre eine Möglichkeit, dass die Altdorferinnen und Altdorfer auch am Erfolg eines solchen `Bürgerwindrades´ teilhaben können.“

Bergmann erläuterte zudem seine Vorstellung einer „vielfältigen Stadt der Generationen“: Der Ausbau von Angeboten in den Bereichen Sport, Freizeit, Kultur und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den vom Stadtrat ernannten Beauftragten und Ehrenamtlichen sollen einer der zentralen Punkte für Altdorf werden. „Ich möchte hier noch weiter gehen und für Altdorf einen Ausländerrat bzw. Ausländerbeauftragten installieren – unsere ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sind eine wichtige Gruppen und verdienen ebenfalls ein Mitspracherecht“, betonte Bergmann.

Zuletzt lenkte der SPD-Bürgermeisterkandidat sein Augenmerk auf ein traditionelles sozialdemokratisches Thema – die Beteiligung von Bürgern bei politischen Prozessen, auf Offenheit und Transparenz: „Natürlich gibt es bereits standardisierte Verfahren wie Bürgerversammlungen, Sprechstunden und Beteiligung im Baurechtsverfahren. Aber das ist mir zu wenig, denn meist sind hier die Entscheidungen bereits gefallen“, sagte Bergmann. „Deshalb möchte ich neue Verfahren und Abläufe finden, um eine frühzeitige, eine echte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen“, so Bergmann weiter. „Politische Entscheidungen, aber auch vor allem Hintergrundinformationen müssen offen und transparent gestaltet und für jeden zugänglich sein. Es darf eigentlich nicht sein, dass selbst gewählte Stadträtinnen und –räte Informationen nur bruchstückhaft erhalten und Informationen hinterher rennen müssen – Offenheit und Transparenz sind für mich die wichtigsten Pfeiler einer funktionierenden Demokratie!“, betonte Bergmann.

Am Ende der Veranstaltung machte Ernst Bergmann nochmals sehr deutlich, dass – entgegen anderslautender Gerüchte – seine Kandidatur selbstverständlich ernst gemeint ist und er als Kandidat der SPD natürlich angetreten ist, um Erster Bürgermeister zu werden. „Auch wenn immer wieder erzählt wird, der amtierende Bürgermeister hätte mir den Zweiten Bürgermeister versprochen, wenn ich mich still verhalte, es stimmt trotzdem nicht. Das kann auch schon allein deswegen nicht stimmen, weil der Erste Bürgermeister nicht nach Gutsherrenart einen Zweiten Bürgermeister ernennt, sondern weil der vom Stadtrat gewählt wird. Und das ist erst wieder im Mai 2014 der Fall. Der derzeitige Zweite Bürgermeister bleibt dies auch nach der Bürgermeisterwahl im September“ so Ernst Bergmann abschließend.

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