Ernst Bergmann ist SPD-Spitzenkandidat für Bürgermeisterwahl 2012

Donnerstag, 29. März 2012 in Aktuelles

Altdorfer SPD nominiert Fraktionsvorsitzenden Ernst Bergmann einstimmig zu ihrem Bürgermeisterkandidaten – Bürgermeister wird diesmal für knapp acht Jahre gewählt – Bergmann betont: Der Pokal hat eigene Gesetze

Mit lang anhaltendem Applaus und „standing ovations“ antworteten die SPD-Mitglieder auf die Verkündung des Nominierungsergebnisses: Zum zweiten Mal nach 2006 wählte die SPD Altdorf den Landschaftsarchitekten Ernst Bergmann ohne Gegenstimme zu ihrem Spitzenkandidaten für die Altdorfer Bürgermeisterwahlen. „Wir setzen mit der erneuten Wahl Ernst Bergmanns ein Zeichen der Kontinuität. Wir wollten ihn 2006 aus voller Überzeugung und genau das wollen wir auch heute“, sagt Karin Völkl, Vorsitzende des Altdorfer SPD-Ortvereins.

Der 49-jährige Vater dreier Kinder ist in Altdorf tief verwurzelt. Schon seit seiner Kindheit ist Bergmann bei den Wallensteinfestpielen aktiv. Er führte viele Jahre die Altdorfer Altstadtfreunde, sitzt seit 16 Jahren für die SPD im Stadtrat und hat dort seit elf Jahren das Amt des Fraktionsvorsitzenden inne. „Altdorf steht für ihn an erster Stelle“, betont die Unterbezirksvorsitzende Martina Baumann. Bergmann ist einer der eine eigene Meinung hat. „Er ist keiner, der im Hinterzimmer schimpft und in den Gremien schweigt – nein, Ernst Bergmann steht zu seiner Meinung, auch dann wenn es für ihn unangenehm wird. Und wenn in Altdorf etwas wichtiges ansteht, kann es passieren, dass er sich aus seiner Kreistagsarbeit kurz `ausklinkt´ und in seine Heimatstadt eilt“, erklärt Baumann weiter.

Norbert Käsmann, längjähriger Stadtratskollege, betonte in seiner Rede Bergmanns Durchhaltevermögen: „Der Ernst ist keiner, der nach einem Scheitern aufgibt. Er hat trotz der verlorenen Wahl vor sechs Jahren mit voller Überzeugungskraft weitergemacht!“

Bergmann selbst betonte die veränderten Rahmenbedingungen, die heute im Vergleich zu 2006 die Bürgermeisterwahlen bestimmen. Ein ganz wichtiger Unterschied ist, dass dieses Jahr der Bürgermeister für knapp acht Jahre gewählt wird – und nicht, wie bisher, für sechs Jahre. Hinzu kommt die Tatsache, dass Bergmann diesmal gegen einen amtierenden Bürgermeister antritt, während es im Jahr 2006 darum ging, einen Nachfolger für einen aus dem Amt scheidenden Bürgermeister zu finden. „Es ist für einen amtierenden Bürgermeister generell etwas leichter, das von ihm Getane zu betonen“, erklärte Bergmann. Es ist natürlich sehr viel schwieriger auf das zu verweisen, was man ändern würde, wäre man selbst im Amt, sagt Bergmann weiter.

Als Bürgermeister möchte Ernst Bergmann auch und vor allem Vermittler sein. „Ich möchte zwischen Interessen und Wünschen vermitteln, Zuhören und Kompromisse schließen.“ 1985 habe Johannes Rau diese heute noch gültige sozialdemokratische Position mit den Worten „Versöhnen statt Spalten“ beschrieben. Abschließend brachte der Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion und bekennende Club-Fan Ernst Bergmann seinen Fußballsachverstand ein: „Wir treten gemeinsam sicherlich aus der Position des Herausforderers an, Favorit ist ein anderer. Aber der Pokal hat seine eigenen Gesetze!“