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Pressemitteilung vom 20. Mai 2006

Meinungsaustausch der Altdorfer Vereine mit SPD-Bürgermeisterkandidat Ernst Bergmann

ALTDORF - Ernst Bergmann, Bürgermeisterkandidat der Altdorfer SPD, hatte die Altdorfer Vereine zu einem Meinungsaustausch in das FC-Sportheim eingeladen. Nach kurzer persönlicher Vorstellung wies er darauf hin, dass die SPD, die anderen Parteien im Stadtrat und die Verwaltung sich einig seien: ohne ehrenamtliches Engagement geht es nicht. Deshalb bezuschusst der Stadtrat die Vereine - als freiwillige Leistung - jährlich mit  ca. 116.000 Euro. Dieser Posten stand auch nicht zur Diskussion, als es darum ging, die freiwilligen Leistungen der Stadt im Rahmen der Haushaltskonsolidierung um 10% zu kürzen. Damit wurde die Wertschätzung der Arbeit von Vereinen und Verbänden bekräftigt, ohne deren Engagement die Attraktivität, das liebens- und lebenswerte der Stadt, längst nicht so hoch seien.

Die Stadt fördere besonders den Sport, bezuschusse Übungsleiterstunden, Mieten und führe Stadtmeisterschaften durch, sie investiere auch im baulichen Bereich, z. B. die Beachvolleyball-Anlage hinter der Hauptschule, den Kletterturm des Alpenvereins,  und aktuell die geplante Beregnungsanlage beim 1. FCA.

Aber die Stadt fördere natürlich nicht nur im finanziellen, sondern auch im ideellen Bereich, z. B. durch Bürger- und Sportlerehrungen,  durch die Ehrung langjähriger Funktionäre, mit der Durchführung des Altstadtfestes, dass den Vereinen Einnahmen ermögliche, und im politischen Bereich dadurch, dass Anträge, Wünsche und Vorschläge der Vereine ernsthaft im Stadtrat behandelt würden.

Von Seiten der Vereine wurde besonders der jetzige 1. Bürgermeisters Rainer Pohl gelobt, der die Arbeit der Vereine in vorbildlicher Weise anerkenne und unterstütze. Der Vorsitzende des Wallensteinvereins Peter Bernhard stellte fest, dass von den drei Bürgermeistern Altdorfs, die er als „Wallensteiner“ erlebt habe, keiner so engagiert war wie Rainer Pohl. Konrad Holz vom Alpenverein wünschte sich jedoch wieder ein jährliches Treffen aller ehrenamtlich Engagierten, um sich untereinander und auch mit der Stadt Altdorf austauschen zu können.

Bergmann wolle als Bürgermeister, wenn er am 24. September gewählt werde, auf dieser Basis aufbauen, natürlich auch neue Wege gehen, wo es sinnvoll sei und der Verbesserung diene. Er führte aus, dass ihm das ehrenamtliche Engagement „in die „Wiege gelegt sei“ und er selbst als 1. Vorsitzender der Altstadtfreunde seit über zehn Jahren mit der Situation der Vereine bestens vertraut sei. Ernst Bergmann wies aber auch darauf hin, dass andere freiwillige Angebote der Stadt wie z. B. die Musikschule und der Jugendtreff, seiner festen Überzeugung nach die Arbeit der Vereine ergänzten und nicht in Konkurrenz dazu stünden.

Bergmann bat die Vereine aber auch einmal zu überlegen, ob das Altstadtfest in seiner jetzigen Form noch zeitgemäß sei. Denn immer wieder höre man Kritik an der Art und Weise der Durchführung.

Natürlich wurde von den Anwesenden die Gelegenheit genutzt, dem Bürgermeisterkandidaten Fragen zu stellen, die nicht direkt mit den Vereinen zusammenhing, z. B. nach seinen Vorstellungen zu Marktplatzumgestaltung. Bergmann erläuterte, dass der Marktplatzumbau Anfang der 70er noch unter dem damals eigentlich schon nicht mehr zeitgemäßen Motto „Vorrang für den Autoverkehr“ erfolgt sei. Er wolle, wie schon in seiner Diplomarbeit 1990, in der er sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt habe, dieses wichtige Anliegen wieder aufgreifen, nicht das Rad neu erfinden, aber Zug um Zug am Ball bleiben. Vorrang habe für ihn dabei „die Neuaufteilung des Verkehrsraums unter stärkerer Berücksichtigung der Interessen nicht-motorisierter Verkehrsteilnehmer“, so wie es wörtlich im Maßnahmenhandbuch zum Stadtmarketingkonzept aus dem Jahre 2003 steht.

Gerade zum Thema Stadtmarketing, an dessen Konzept sehr viele interessierte Bürger mitgearbeitet hätten, versprach er, dies als einen Schwerpunkt seiner Arbeit als Bürgermeister zu machen und es aus der Schublade, in der es derzeit vor sich hin rotte, wieder herauszuholen.

Ernst Bergmann im Gespräch mit Peter Grimm und Günter Lang vom Partnerschaftsverein Altdorf

 

 

 




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