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Pressemitteilung vom 20. Dezember 2005

SPD-Thaterabend: Walder im Schdadrod, Gunda verstäihd die Weld nimmer

ALTDORF - In aller Bescheidenheit: der diesjährige Theaterabend der Altdorfer SPD war wieder ein voller Erfolg. Nach nur fünf Übungsabenden war das 70-minütige Programm aufführungsreif. Schon kurz nach der Öffnung war der Sparkassensaal übervoll. Als Gäste konnte der Vorsitzende Bernhard Heinlein den 1. Bürgermeister Rainer Pohl und die über Bayern hinaus bekannte Altdorfer Schriftstellerin und Kinderbuchautorin Ursula Muhr begrüßen.

Und gleich ging’s rund. Das Double von Lisa Minelli (Karin Völkl) und das Herren-Ballett der Fränkisch-chaotischen Kabelwelle eröffneten mit „Cabaret“ die gnadenlose Sketch- und Satireserie.

Walder (Ernst Bergmann) konnte nach dem Besuch einer Schdadrods-Sitzung  feststellen und kommentieren, dass dort zum Beispiel einer über den anderen HERZOG, dass man sich im Hallenbad-Swimming-POHL keinen Hubboden leisten könne, DIETZeiten seinen vorbei. Die TOPP-Lage der Lederersmühle, vielleicht für einen weiteren Parkplatz, war ein Thema dieser imaginären Stadtratssitzung, ebenso wie ein abgelehntes Halteverbot, von dem Walder bezweifelte, dass das dem  RUPP RECHT wäre. Walder hoffte dann aber doch, dass wenigstens der Weihnachtsbraten RÖSCH sei.

In den anschließenden Nachrichten-Sketchen, die im Jahr 2015 spielten,  ware immer noch der Bau der Westtangente das Hauptthema. Die Bundestagswahlen 2005 und ihre Folgen in den nächsten10 Jahren wurden vom Gastkommentator (Werner Birn) des Hessischen Rundfunks kommentiert. Der letzte Linke (Wolfgang Völkl)  in der SPD outete sich. Bundeskanzler Heinrich von Pierer ließ sich von Wolfgang Böss interviewen: Er hatte die  Bundesrepublik Deutschland nach streng marktwirtschaftlichen Grundsätzen erfolgreich saniert und z. B. für Politikerauftritte Honorare eingeführt, gegen Aufpreis würden diese dabei sogar singen.

Gunda (Karin Völkl) verstand die Welt nicht mehr, weil in der kurzen Unterhaltung von zwei flotten Teenies mindestens 20 englische Ausdrücke vorkamen, und das alles nur „wallmer an Kräich verlorn hamm“ und nun englische Ausdrücke die Sprache überschwemmten. Energie-Contracting gäb’s jetzt, und Stadtmarkting, und Event-Manager veranstalten Nightgrooves. Besonders der Streetworker, der laut Bürgermeister sehr gute Arbeit leiste, stieß ihr auf, weil immer noch zu viel Laub auf der Straße liege und im Winter immer noch kein Schnee von den Gehsteigen geräumt werde. Sie wünschte aber den Zuschauern noch viel Fun beim Stage-Event , dem Catering und und dem Small-Talk, und, in diesem Sinne – See you!

Und es ging weiter. Mit einem von Herbert Creutz aktualisierten Text des alten Stones-Songs Angie auf die „Namensvetterin“ Angela. Mit der Entdeckung eines neuen Begriffs in der Deutsche Sprache: „stoibern“  für zögern, zaudern, wenn jemand sich nicht entscheiden kann, nicht genau weiß, was er will. Und mit einer Parodie auf die Koalitionsverhandlungen in Form einer „Dingsda-Parodie“, dargestellt von Julia Krämer und Laura Bergmann, ihrem Bühnendebüt.

In den abschließen Songs wurden der Wechsel von Schröder zu Merkel kommentiert, die Opposition im Bundestag durch den Kakao gezogen, und im „Wahlsong“ einige der vermutlich anstehenden Kandidaten der Altdorfer Bürgermeisterwahl 2006 analysiert.

Günter Neumann am Schlagzeug und Wolfgang Völkl am Klavier sorgten für den musikalischen Rahmen, und die SPD-Frauen für das umfangreiche Büffet. Strahlende Gesichter bei den Akteuren und den Zuschauern: „nächstes Jahr kommt bitte, bitte wieder“.

 

Gastkommentator Werner Birne vom Hessischen Rundfunk und Nachrichtensprecherin Karin Völkl von der Fränkisch-chaotischen-Kabelwelle




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