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Pressenachricht vom 27. Juli 2006

Ernst Bergmann, Bürgermeisterkandidat der Altdorfer SPD, will das Stadtmarketing-Konzept aus seinem Dornröschenschlaf wecken

Vom Juli 200 bis Mai 2003 wurde unter Beteiligung verschiedener Interessengruppen und einzelner Bürgerinnen und Bürger Altdorfs ein Stadtmarketing-Konzept erarbeitet. Warum wurde das Handbuch nach seiner Übergabe zur Seite gelegt? Warum nie ernsthaft über eine Umsetzung der darin enthaltenen Vorschläge gesprochen? Eigentlich war das Handbuch als Grundlage für die wesentlich wichtigere Umsetzung einzelner Vorschläge gedacht. Es lag vielleicht daran, dass es zu wenig Vorgaben von Seiten des Stadtrates gab, nach dem Motto „machen wir halt mal ein Stadtmarketingkonzept“, undefinierte, nie angesprochene Erwartungen, eine grundsätzliche Argwohn gegenüber dem Stadtmarketingprozess , und dass wahrscheinlich zu viele von den vorgeschlagenen Maßnahmen weit über die „Stadtratsdenke von 6 Jahren hinausgingen“, so Bergmann. Und im tägliche Pragmatismus sei es dann untergegangen. Auch seine Fraktion nähme er dabei nicht aus.

Drei Gründe nannte Ernst Bergmann, sich nun endlich mit dem Handbuch zum Stadtmarketing zu beschäftigen, obwohl die SPD seinerzeit ihre Zustimmung zur Bereitstellung der Mittel verweigert hatte: 1. Die Erstellung hat viel Geld gekostet, ca. 53.000 Euro, 2. Der Stadtrat sei es dem  Engagement der beteiligten Bürger eine Rückmeldung schuldig, und 3. fände er im Handbuch viele eigene Positionen, z. B. auch solche, die er bereits 1990 in seiner Diplomarbeit über die Umgestaltung des Altdorfer Markplatzes beschrieben habe. Und ein weiterer, nicht unwesentlicher Grund wurde von einem Besucher genannt: die Zeit zum Realisieren sei nach seiner Einschätzung günstig, Politik - Verwaltung und Handel gingen aufeinander zu, weil sie erkannt hätten, dass tatsächlich viele im Handbuch genannten Projekte nützlich seien. Man müsse nun überlegen, wie man welche Projekte trotz schlechter Haushaltslage nach und nach umsetzen könne. Ein wichtiger erster Ansatzpunkt wäre laut Ernst Bergmann die Entwicklung eines Fußgängerleitsystems vom Bahnhof in die Innenstadt und zurück sein.

Das Handbuch könne erster Schritt  für ein noch zu entwickelndes Konzept sein, wo Altdorf in 20 bis 30 Jahren stehen solle: langfristig angedachte Visionen und abgestimmte Ziele, die auch die Bevölkerungsentwicklung berücksichtigten, gäben z. B. Gewerbetreibenden wie Familien Planungssicherheit. Dagegen stünden zu oft kurzfristige, populistische Aktionen, die mehr dem Zufall bzw. den Wünschen Einzelner oder von Gruppen, folgten, anstelle  einer langfristig vorausschauenden Planung. Und ohne einen langen Atem ginge es eben nicht.

Hier will Bergmann ansetzen. Als Bürgermeister will er die Parteien, die Verwaltung, Interessengruppe und einzelne Bürgerinnen und Bürger, für eine langfristig angelegte, vorausschauende Planung mit vielen konkreten Zielen und zu realisierenden Schritten gewinnen, eben: „Wo soll Altdorf in 20 bis 30 stehen“.

Ernst Bergmann im Gespräch mit Mitglieder Stadtmarketing-Lenkungsgruppe und interessierte Bürgerinnen und Bürger: „Das Handbuch enthält nach meiner Ansicht nach eine Fülle von interessanten und wertvollen Anregungen, die von engagierten Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet wurden“.

 

 




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