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Pressemitteilung vom 10. Februar 2008

Demokratische Seniorenvertretung

Nur eine von den Bürger über 60 Jahren demokratisch gewählte Vertretung der Senioren kann die Interessen gegenüber der Stadt unabhängig wahrnehmen. Dieser Meinung sind nicht nur die Initiatoren Heinz Geyer und Irene Bartsch sondern auch die eingeladenen Referenten, Adi Meister, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Fürth und Dr. Garhart Grabner, stellvertretender Vorsitzender der LandesSeniorenVertretung Bayern(LSVB)

ALTDORF - Die Altdorfer Senioren konnten nämlich nicht selbst darüber entscheiden, wer ihre Interessen gegenüber der Stadt wahrnehmen soll. Zu einem demokratischen Prozess gehöre es nun mal, dass die Kommune eine von den Betroffenen legitimierte Vertretung akzeptiert und nicht nach Gutsherrenart bestimmt, wer ihn in Angelegenheiten – hier Senioren betreffend - beraten darf. Dieses „Verfahren" sei sogar in Bayern nicht üblich. Mehrheitlich gäbe es entweder Seniorenbeauftragte (z. B. vom Stadtrat aus seinen Reihen gewählt, oder eine von der Verwaltung beauftrage Person) oder Seniorenvertretungen, die in einem demokratischen Verfahren von den Betroffenen selbst gewählt würden.

Adi Meister, berichtete über seine Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Seniorenrates der Stadt Fürth. Hier benennen Vereine, Kirchen, Initiativen usw., die in irgendeiner Form Seniorenarbeit machen, Delegierte, die dann wiederum die Mitglieder des Seniorenrates wählen, z.Zt. 30 Seniorinnen und Senioren. Verwundert zeigte man sich darüber, dass in den Altdorfer Seniorenbeirat eine Stadträtin gewählt wurde: „Soll da der Stadtrat sich etwa selbst beraten?" Die Mitgliedschaft von politischen Mandatsträgern sei in der Fürther Satzung des Seniorenrates ausdrücklich ausgeschlossen.

Der zweite Referent, Dr. Gerhard Grabner, stellvertretender Vorsitzender der LandesSeniorenVertretung Bayern(LSVB), Altdorfern bekannt als Betriebsarzt der Firma Zippel, bekräftigte den Beitrag seines Vorredners und die Meinung von Heinz Geyer und Irene Bartsch. Senioren wollten mitgestalten, mitreden, mitarbeiten. Adi Meister berichtete noch aus dem „Nähkästchen". Bürgermeister Odörfer habe ihn angerufen und unter anderem nach seiner Meinung gefragt, ob die Altdorfer Vorgehensweise etwa undemokratisch sei. Meisters Antwort, sinngemäß: „Zutiefst undemokratisch."

Beide Referenten betonten, dass sie gerne nach Altdorf gekommen seien, besonders um Solidarität zu zeigen.

In der anschließenden Diskussion ging es dann darum, ob es nötig sei, ein Gremium zu schaffen, in Konkurrenz zum städtischen Seniorenbeirat. Geyer verneinte den Konkurrenzgedanken und wies, wie in seiner Begrüßung, noch mal darauf hin, dass es ihm und Irene Barts um das Verfahren ginge. Der Seniorenbeirat müsse von den Betroffenen gewählt und von der Kommune auf gleicher Augenhöhe akzeptiert werden. Unter Bürgermeister Pohl habe es überhaupt keine Probleme in der Zusammenarbeit gegeben. Der jetzige Bürgermeister aber wolle einen gefügigen Seniorenbeirat und überall bestimmen.

Heinz Geyer und Irene Bartsch werden demnächst zu einer Gründungsversammlung einladen. Interessierte Anwesende hatten sich schon in eine Liste eingetragen.

Irene Bartsch, Dr. Gerhard Grabner (stellvertretender Vorsitzender der LandesSeniorenVertretung Bayern), Heinz Geyer und Adi Meister (1. Vorsitzender des Seniorenrates der Stadt Fürth) beim abschließenden Gespräch: „ Demokratische Seniorenarbeit muss von der Basis her kommen, also von unten nach oben. Eine Seniorenvertretung muß deshalb demokratisch von den Betroffenen gewählt werden, deren Belange sie vertreten sollen, und nicht von den Parteien aufgestellt und bestimmt werden."

 




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