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DER BOTE vom 23. Januar 2006

„Wir haben unsere Chance“

SPD-Bürgermeisterkandidat Ernst Bergmann skizzierte seine Vorstellungen

ALTDORF - Ernst Bergmann bat um einen Vertrauensvorschuss und einen eindeutigen Auftrag, nun hat er ihn: Mit den Stimmen der anwesenden 39 Ortsvereinsmitglieder wurde er am Samstag im Sportpark einstimmig zum Kandidaten der SPD für die Bürgenmeisterwahl am 24. September gewählt. Jubel und lang anhaltender Beifall brandeten auf, als Ortsvorsitzender Bernhard Heinlein das Ergebnis verkündet hatte. „Ich bin sehr glücklich über dieses eindeutige Ergebnis“, betonte der Gewählte und versprach einen engagierten und couragierten Wahlkampf. „Wir haben unsere Chancen und wir werden sie nützen“, betonte der Fraktionsvorsitzende und bat gleichzeitig um Hilfe und Unterstützung.

Bergmann sieht das Amt des Bürgermeisters als Vermittler zwischen den vielseitigen Interessen und Wünschen: „Er ist Moderator, nicht Provokateur, muss einen statt teilen, versöhnen statt spalten, in der Bürgerschaft, im Stadtrat und in der Verwaltung. Und er muss in erster Linie zuhören können.“

Kompromissbereitschaft und ein fairer Umgang wären ein Kennzeichen seiner Stadtratsarbeit. Bergmann, der 1996 als Parteiloser und Seiteneinsteiger auf Platz sieben der SPD-Liste für den Stadtrat kandidierte und auf Platz drei vorgewählt wurde, fühlte sich in der SPD schnell heimisch. In Mittelpunkt seiner Vorstellung standen die sozialde­mokratischen Positionen in der Kornmunalpolitik, denen er sich verpflichtet fühlt und nach denen er bisher schon gehandelt habe.

Diese Positionen bedeuten für ihn, das politische Handeln stets am schwächsten Glied der Gesellschaft auszurichten; Stadtentwicklung zu betreiben, die sich daran orientiert, Wohnraum auch für junge Familien zu schaffen, nicht nach Grundstücksrealitäten; Siedlungspolitik zu betreiben, die schonend mit Natur- und Landschaft umgeht; Verkehrspolitik, die das Sicherheitsbedürfnis von Eitern und Kindern, Menschen mit Behinderung, Menschen mit eingeschränkter Mobilität in den Vordergrund stellt; Personalpolitik, die den Menschen nicht vergisst, der hinter einer Stellenplatznummer steht; eine starke Kinder- und Jugendpolitik mit dem Ziel einer kinder- und jugendfreundliche Stadt; die Berücksichtigung der Belange von Seniorinnen und Senioren; die Integration von Menschen mit Be­hinderung fortzusetzen; die Integration von Menschen anderer Herkunftsländer; Bewahren von Althergebrachtem, wobei der Erhalt von Baudenkmälern und gleichzeitig modernen, zeitgemäßen Architekturformen in Neubaugebieten kein Widerspruch sei: „Parks und Plätze statt Parkplätze“.

Und Bergmann will auch seine Erfahrungen einbringen als „Verwurzelter“ in dieser Stadt. Ehrenamtliches Engagement in Vereinen und Verbänden wären für ihn sehr wichtig. Seit seinem zweiten Lebensjahr sei er im Wallensteinfestspiel aktiv, führe seit zehn Jahren die Altdorfer Altstadtfreunde, kenne und schätze den Wert von ehrenamtlicher Arbeit als Stadtrat, dem er seit zehn Jahren angehöre und in dem er seit fast fünf Jahren Fraktionsvorsitzender sei. „Ich nehme diese Arbeit sehr ernst und stecke viel Zeit hinein.“ Seit über 15 Jahren ist als Landschaftsarchitekt tätig, sieben Jahre in einem freien Büro, über acht Jahre im öffentlichen Dienst bei der Stadt Fürth, mit öffentlichen Bauvorhaben und ihren speziellen Anforderungen, mit Haushaltsrecht, mit Kinderspielplätzen. Als Sachgebietsleiter leite er ein kleines Planungsbüro mit fünf Personen und als steilvertretender Amtsleiter werde er konfrontiert mit Bürgereingaben und Sorgen der Mitarbeiter im Arbeiterbereich. Als Altdorfer Bürger habe er aber auch das Ohr am Volke, und als Vater von drei Kindern wisse er was los sei.

Klar umriss er seine Visionen für Altdorf. „Wir leben in einer sehr bunten, vielseitigen Stadt, haben aktive Vereine, Feste, Veranstaltungen, aktive Verbände, Kirchen, karitative Organisationen, bieten Kultur, privat wie städtisch, bieten städtische und private Einrichtungen, bieten Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsplätze.“

Diese Vielgestaltigkeit gelte es zu erhalten, zu fördern und weiter zu entwickeln. Gerade dafür müsse man städtische Mittel einsetzen und sich nicht nur auf die Pflichtaufgaben beschränken.            L.M.  

(Ende des Berichts aus dem BOTEN)

Ernst Bergmann und Frau Susanne freuen sich über die Nominierung

Mitglied Herbert Beck gratuliert

Fotos: SPD Altdorf




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