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Pressemitteilung vom 25. Februar 2008 SPD
Altdorf, Kandidatenliste Sieben
Frauen unter den ersten 14 Vorschlägen Nur schmückendes Beiwerk sind sie beileibe nicht, die Frauen der Altdorfer SPD Stadtratsliste. Denn sie sehen Handlungsbedarf und haben durchaus etwas zu sagen. Die Tatsache, dass derzeit von 24 Stadträten plus erster Bürgermeister und einem Ortssprecher nur drei Frauen die Interessen der immerhin 16.600 Bürgerinnen und Bürger Altdorfs vertreten, ist eine Schieflage, die es zu korrigieren gilt. Das hat jedoch nichts mit überholten Frauen-Power Visionen zu tun, sondern schlicht mit dem Umstand, dass die rund 50% Frauen völlig unterrepräsentiert sind. Ilse Hottner, Irmgard Kuhr, Ursula Weser, Karin Völkl, Silke Kempe-Ruß, Karin Pichlik und Michaela Tabor (v. l.) sind die sieben Frauen unter den ersten 14 Kandidaten auf der Liste.
Sie fragten
die ehemalige Ministerin Renate Schmidt nach ihrer Meinung, woran
das liegen könnte: „Weil Politik nach wie vor überwiegend von Männern
„gemacht“ wird und zwar nach ihren Regeln. Wenn sich Frauen aber nicht
einmischen, wird sich das auch nicht ändern.“ Stadträtin Karin Völkl
meint, dass Frauen „viel mehr zu Selbstzweifeln neigen nach dem Motto
"Was man da alles wissen muss, ob ich da durchblicke, ich kann das
wahrscheinlich nicht". Dass
es dennoch absolut wichtig ist, mehr Frauen in die Kommunalparlamente zu wählen,
liegt für Renate Schmidt auf der Hand: „Frauen haben aber im Regelfall
andere Lebens- und Berufserfahrungen als Männer. Gute Politik in einer
Demokratie entsteht, wenn möglichst viele unterschiedlichen Erfahrungen
zusammentreffen und deshalb ist es wichtig, dass sich Frauen politisch
engagieren.“ Dabei sind
Frauen aber nicht nur auf Themen wie Familie und Erziehung festgelegt. Auch
in Fragen der Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verkehr müssen sie
mitentscheiden können. Kompetenz bedeutet schließlich nicht mit
Halbwissen voreilige Entscheidungen zu treffen, sondern zu wissen, wann
es geboten ist, Expertenrat einzuholen. Der in Altdorf äußerst umstrittene
Verwaltungsneubau mit den Plänen eines Parkdecks in der Röderstrasse ist
ein solcher Fall. Für die Kandidatinnen der SPD sollte das vom Bürgermeister,
vom Investor und vom Großteil der CSU aktuell geplante Vorhaben unbedingt
verhindert werden. Nicht nur Röder- und Ohmstrasse mit den zahlreichen
Einrichtungen für Kinder, sondern auch die Obere Wehd sind dem zu
erwartenden Verkehrsaufkommen nicht gewachsen.
Vor allem rund um die Obere Wehd mit Spielplatz und Stadtweiher, hat
sich durch die ansässigen Läden gerade in jüngster Zeit ein in Altdorf
einzigartiges Flair entwickelt, dass in Folge des Riesenbauvorhabens zerstört
würde. Hier findet man bereits das vor, was mit viel Geld auf dem zukünftigen
Marktplatz verwirklicht werden soll: eine fußgängerfreundliche Straße
mit individuellen Geschäften und Kneipe, die vor allem auch mit Kindern
zum verweilen einlädt. Ein Parkdeck ist mit Sicherheit eine sinnvolle
Investition, dafür gibt es jedoch zum Beispiel am Bahnhof einen weitaus
besseren Platz mit dringenderem Bedarf. Die
SPD Kandidatinnen wollen die Gestaltung der Altdorfer Politik nicht mehr
nur den Interessen des kleinen Kreises um den Bürgermeister und dem
Fraktionsvorsitzenden der CSU überlassen. Sie wollen mit Herz und Verstand
an den wichtigen Entscheidungen teilnehmen. Renate Schmidt gibt ihnen auf
den politischen Weg mit: „Frau bleiben und sich nicht dauernd mit den Männern
vergleichen. Sich etwas zutrauen und den Mund aufmachen.“ Karin
Völkl appelliert deshalb nicht nur an ihre Kolleginnen:
„Andere Frauen, die sich zur Kandidatur entschlossen haben, bestärken
und ermutigen- am besten selber kandidieren. Auf jeden Fall die Möglichkeiten
zur Gestaltung wahrnehmen, die man hat: wählen, und zwar Frauen! „
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