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Pressemitteilung vom 06.Februar 2008

Hallenbad Altdorf

Dass Winkelhaid und Altdorf zum Thema „Hallenbad in Altdorf“ doch miteinander reden können, bewiesen die Ortsvereine der SPD. Bürgermeisterkandidat Joachim Greiner und Ortsvereinsvorsitzender  Klaus Blendinger aus Winkelhaid trafen sich mit der Altdorfer SPD zu einem Gedankenaustausch.

 

ALTDORF – Bekanntlich will der Landkreis Nürnberger Land und die beiden kreis-angehörigen Gemeinden Altdorf und Winkelhaid in Altdorf ein gemeinsam finanziertes Hallenbad errichten, das in erster Linie den schulischen Bedarf decken und in zweiter Linie außerhalb der schulischen Nutzungszeiten auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll. Die drei Vertragspartner kommen aber derzeit nicht zu einer gemeinsamen Haltung. Landrat Reich wie auch 1. Bürgermeister Odörfer sprechen derzeit nur von „Plan B“, d.h. man will die Kommunalwahl am 02. März abwarten und dann mit dem neuen Bürgermeister in Winkelhaid wieder in Verhandlungen treten. Der Gesprächsfaden, insbesondere zwischen den beiden Bürgermeistern Odörfer und Trautmann, ist offensichtlich völlig abgerissen – und das obwohl (oder gerade weil) sie derselben Partei und derselben Kreistagsfraktion  angehören. Für Altdorf ist die Schuldzuweisung klar: Winkelhaid stelle unangemessene Forderungen und wolle festgeschriebene Nutzungszeiten nur für die Winkelhaider Öffentlichkeit. Für Winkelhaid dagegen ist Altdorf und der Landkreis an der jetzigen Situation schuld, da der Vertrag einseitig geändert wurde, ohne über Vertragsinhalte gemeinsam zu reden.

Um Licht in diese verfahrene Situation zu bringen, lud der Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion in Altdorf Ernst Bergmann die Winkelhaider Kollegen zu einem klärenden Gespräch nach Altdorf. Dabei wurde eines sehr schnell deutlich: es ist dringend geboten, dass sich die Verantwortlichen schell an einen Tisch setzen und fair und gerecht die Vertragsinhalte neu aushandeln. Einfach einen Vertrag zu ändern und ihm einem Vertragspartner zur Unterschrift auf den Tisch zu knallen und dann in der Öffentlichkeit dies als Verweigerung einer gemeinsamen Lösung darzustellen, sei kein partnerschaftlicher Stil. Joachim Greiner: „Ich würde diesen vorgelegten Vertrag auch nicht unterschreiben, wenn ich Bürgermeister werden sollte.“

Ernst Bergmann wollte wissen, ob es denn die Position von Winkelhaid sei, dass bestimmte Zeiten der öffentlichen Nutzung für Winkelhaid zu reservieren, wie dies immer unter großen Gelächter der Bevölkerung von Bürgermeister Odörfer dargestellt wird. Greiner und Blendinger verneinten dies ausdrücklich. Es gehe lediglich darum, dass bei einer Nutzung durch Vereine auch die Winkelhaider Sportvereine zu Ihrem Recht kommen müssten. Eine Position, die auch die Altdorfer SPD als legitim betrachtet.

Auch die Verwendung des Vermögens des Hallenbadsvereins ist nach wie vor ein Thema für Winkelhaid. Auch Bergmann bestätigte, dass in der ursprünglichen Fassung das Vermögen des aufgelösten Hallenbadvereins für den Betrieb des Bades verwendet werden sollte. Es sei nicht richtig, wie dies vom Altdorfer Bürgermeister immer wieder dargestellt werde, dass Winkelhaid einen Anspruch an das Vereinsvermögen erhebe. Der Verein hat seine Auflösung nach der gültigen Vereinssatzung vollzogen, an der Rechtmäßigkeit gebe es keinerlei Zweifel. Nur dass das Vermögen des Hallenbadvereins von über 500.000 EUR jetzt im Haushalt der Stadt Altdorf als Einnahme für die Investition Hallenbad gebucht sei und sich damit die finanzielle Belastung der Stadt Altdorf für die Baumaßnahme entsprechend verringert, war bisher nicht ausgemacht.

Die Altdorfer und die Winkelhaider SPD waren sich einig, dass die Fragen zur Betriebsführung, zu den Betriebs- und Folgekosten, zur Nutzung durch Schulen, Öffentlichkeit und Vereine immer noch unzulänglich und nicht zur Zufriedenheit aller Vertragspartner geklärt sind. Beide Seiten plädierten dafür, dass sich nach der Wahl die Gemeindevertreter von Winkelhaid und Altdorf zusammensetzen sollen und auf gleicher Augenhöhe die Leitlinien des Vertrages erarbeiten müssen, bevor der jeweiligen Stadt- bzw. Gemeinderat dann getrennt abschließend darüber berät. Man war sich auch einig, dass das Hallenbad in der jetzigen Form nur vorangebracht werden kann, wenn die Kräfte gebündelt werden, nicht in Konkurrenz und sogar persönlicher Feindseligkeit, wie es derzeit praktiziert wird. Dies wäre ein nahe liegendes Beispiel, den Begriff „Metropolregion“ mit Inhalten zu füllen.

Fraktionsvorsitzender Ernst Bergmann, Stadtrat Norbert Käsmann, Ortsvereinsvorsitzender Hartmut Romig, Stadträtin Karin Völkl von der Altdorfer SPD und Bürgermeisterkandidat Joachim Greiner und Ortsvereinsvorsitzender Klaus Blendinger von der SPD Winkelhaid sind sich einig: Der Hallenbadvertrag muss neu verhandelt und gerecht gestaltet werden. 

 

 




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