|
||
|
||
|
|
| |
SPD Altdorf bei Nürnberg >> Presse |
|
Interaktiv |
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Pressemitteilung vom 16. Mai 2004 Hier
ein Stückchen, da ein Stückchen .... SPD-Altdorf gegen kabarettreifes VorgehenALTDORF
- SPD-Fraktionsvorsitzender Ernst Bergmann berichtete bei der letzten
Vorstandssitzung über den Stadtratsbeschluss zur Westtangente. Der
Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 11. Mai mit der bürgerlich-konservativen
Mehrheit und gegen die Stimmen der SPD und Der GRÜNEN beschlossen,
2,4 Mio. Euro als Eigenanteil für den Bau der Westtangente
aufzunehmen. Allerdings müsste noch in diesem Jahr mit dem Bau zu begonnen
werden, damit man vielleicht -
bis jetzt erst vage zugesagte - zusätzliche Landeszuschüsse in Höhe von
5,6 Mio. Euro bekommen könne. Das wäre ungefähr so, wie wenn ein
Privatmann in Erwartung eines satten Lottogewinns einen großen Kredit
aufnehmen würde. Die
Stadt muß die Finanzierung dieser Eigenbeteiligung natürlich selbst
schultern, und kann sie nicht, wie vereinzelt zu hören war, mit dem
ungewissen staatlichen Zuschuss verrechnen oder gar einen Gewinn machen. Je
nach Zinslage summiert sich
das in kurzer Zeit auf ca. 80- bis 100-tausend Euro jährlich, die aus dem
Verwaltungshaushalt kommen müssen. Der finanzielle Spielraum für die
Stadt wird immer weiter eingeschränkt, und das von einer Partei, die sich
selbst zu gerne als Sparer und Retter des Haushalts darstellt. Kabarettreif
wäre das Vorgehen, in das die Stadt nun hineingetrieben würde. Weil der
Baubeginn, wie schon erwähnt, noch in diesem Jahr liegen müsste, und erst
ein kleiner Teil der benötigten Grundstücke in städtischen Besitz sind,
wäre man gezwungen, hier und da ein Stückchen Straße, dort ein Brücklein
und woanders eine Unterführung ins Gelände stellen. Weiterbauen könnte
man erst dann, wenn die Grundstücke dazwischen
- vielleicht erst nach Jahren - endlich der Stadt gehörten. Die
Mehrzahl der betroffenen Grundstückseigner habe allerdings erklärt, dass
sie nicht daran dächten, zu verkaufen. Schilda lässt grüßen! Interessant
ist in diesem Zusammenhang eine Auskunft des Büros der
SPD-Landtagsfraktion bezüglich der Förder- und Zuschusspolitik der
Bayerischen Staatsregierung. Vor Jahren ermittelte der kommunale
Spitzenverband, dass das Land Bayern mit ca. 3
Milliarden Euro im Auszahlungsverzug für zugesagte Zuschüsse und Fördermittel
steht, zum größten Teil für Projekte, die längst abgeschlossen sind,
und die von den Zuschussnehmen, meistens Kommunen langfristig vor- bzw.
zwischenfinanziert werden müssen. Das dürfte auch der CSU-Fraktion und
besonders ihrem Landtagsabgeordneten und Stadtrat Kurt Eckstein nicht
unbekannt sein. Wegen
dieser Auszahlungsverzüge hat die SPD vor ca. fünf Wochen schriftlich bei
der Bayerischen Staatsregierung angefragt. Sie will über den Umfang - die
finanzielle und auch die zeitliche Dimension betreffend, und welche zusätzlichen
Kosten dies für die Kommunen bedeute - Informationen. Eine schriftliche
Antwort, nach der üblichen 4-Wochenfrist, steht bis heute aus. Die
Staatregierung hat um Verlängerung gebeten. Wie
man mit diesem Wissen im Hintergrund und ohne verbindliche schriftliche
Zusage überhaupt einen derartigen Beschluss fassen kann, ist für die
SPD-Altdorf unverständlich. Wenn kein Geld da ist, muss man halt auf noch
so verlockende „Angebote“ verzichten, meint die Altdorfer SPD. Nicht nur die Genossen fragen sich, ob mit diesem und anderen Beschlüssen der bürgerlich-konservativen Mehrheit, die Stadt immer weiter in die Schuldenfalle getrieben werden soll, um dann im Bürgermeisterwahlkampf 2006 den SPD-Bürgermeister Rainer Pohl als Schuldenbürgermeister zu brandmarken und sich selbst als Retter zu positionieren? Haltet den Dieb!
SPD-Fraktionsvorsitzender Ernst Bergmann
Archivfoto
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||
| <zurück zur Übersicht...> | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|