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SPD Altdorf bei Nürnberg >> Presse |
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Pressemitteilung vom 5. Februar 2009 Geplante
Schließung der Altdorfer Postfiliale: „Sauerei“ ALTDORF
– Bei den Unterschriftensammlungen „Nein!!! Zur Schließung der
Postfiliale“ der Altdorfer SPD vor der Postfiliale und am Markt haben die
Menschen nicht nur unterschrieben. Sie haben ihre Verärgerung und Empörung
auch verbal zum Ausdruck gebracht. Besonders ältere Menschen empfinden die
Schließung als eine Zumutung. Und viele Postbankkunden wollen ihre
finanziellen Angelegenheiten zukünftig über eine Bank oder Sparkasse in
Altdorf erledigen, wenn ihre Postfiale nicht mehr zur Verfügung steht.
Gisela Schottner (76), Rentnerin: „Altdorf ist eine Stadt und kein Dorf. Die Schließung der Postfiliale ist ein Armutszeugnis des Staates.“
Jürgen Peter (63), Rentner, findet es eine „Sauerei, dass die Politiker die Schließung der Postfilialen beschlossen haben. Die haben da gepennt!“
Sigrid Haas (40), Bürokauffrau hält überhaupt nichts von der Postfilialenschließung. Sie überlegt ernsthaft, ihre Postbankverbindungen zu beenden. Sie sucht sich eine Bank vor Ort.
Georg Kugler (79), Pfarrer i. R., findet dieses Vorhaben einen kapitalistischen Skandal, besonders im Hinblick auf die alten Menschen.
Heinz Mösinef (79), Stadtdirektor i. R. und Rechtsanwalt ist enttäuscht darüber, wie die Post die Kunden verärgert und ist empört, weil das Geschwätz von der Privatisierung und Globalisierung nur dahin geführt hat, dass man Milliarden in den Sand gesetzt hat und bei uns hier die Infrastruktur kaputt gemacht wird. „Ich werde meine Geschäftsverbindungen zur Post und zur Postbank beenden!“
Das
Briefmonopol sollte nach einem Vorschlag der EU-Kommission europaweit 2007
auslaufen. Einige EU-Staaten,
z. B. Frankreich, Italien oder Belgien wollten dagegen daran festhalten und
sich nicht dem Wettbewerb öffnen. Deshalb hatte die SPD seinerzeit den
Wirtschaftsminister Glos (CSU) und damaligen Vorsitzenden der
EU-Wirtschaftsminister aufgefordert, das Briefmonopol der Post zu verlängern,
weil es ihm nicht gelungen sei,
eine europaweite Einigung herbei zu führen.
Glos hat dies Verlängerung abgelehnt. Inzwischen
hatte MdL Dr. Thomas Beyer ein
Gespräch mit Hugo Scheuenpflug, dem „Regionalen Politikbeauftragten
Gebiet Nürnberg“ der PostAG
wegen der Filialschließungen. Beyers Büro hat Scheuenpflugs Äußerungen
mitgeteilt. Es bleibe unverändert bei der Entscheidung. Bis Ende 2011 soll
die Filiale umgewandelt und privat betrieben werden. Es gäbe noch keinen
neuen Standort für Altdorf, jedoch bereits einige Bewerbungen von Geschäftsleuten. Die Unterschriftensammlung läuft noch. Bis Samstag, 7. Februar, liegen die Listen noch in den Altdorfer Geschäften aus. „Es ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Unterschrift ihre Verärgerung zum Ausdruck bringen.“ so Romig, Vorsitzender der SPD in Altdorf. |
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