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Pressemitteilung vom 19. Februar 2008

„Sender Freies Altdorf“ ging erfolgreich ans Netz  

ALTDORF - Am Ende wird es immer dreckig, zumindest beim Wahlkampf. Dass man dem politischen Gegner aber durchaus mit Humor begegnen kann, zeigte der wohl kurzweiligste unter den lokalpolitischen Terminen zur Kommunalwahl. Das kreative Potential im SPD Ortsverein Altdorf konnte das zahlreich erschienene, und am Ende begeisterte Publikum beim „Sender Freies Altdorf“ im Blues Club im Brauhaus erleben.

So gab es eine Kandidatenvorstellung der anderen Art, kleine Unterbrechungen eines jungen Herrn (Olli Reinhardt), der mit seinem Hund Blacky dringend nach einer Hundetoilette suchte, „Werbung“ für Überraschungseier, die drei Wünsche auf einmal erfüllen: einen Marktplatzumbau, ein neues Rathaus und ein Hallenbad gleichzeitig. Es wurde auch Waschmittel der Marke „Schwarzer Riese“ angepriesen (Karin Pichlik), das bei Problemen mit weißer Wäsche wirklich hilft.

Der Musikantenstadl (moderiert von Anja und Olli Reinhardt) zeigte eigenwillige Interpretationen von „Herzilein, Du musst nicht traurig sein“ (Irmi Kuhr und Herbert Hex Creutz) bis „Über sieben Brücken musst Du gehen“. Begleitet wurden die musikalischen Höhepunkte von Robert Holzmann und Manni Link.

Die „Nachrichten“ umfassten dann zum Beispiel eine Meldung aus Brüssel: die Stadt Altdorf erhielt den „Goldenen Kreisel“, ein Preis für den „gelungensten Kreisverkehr Europas“. Eine aktuelle Eilmeldung flatterte noch in die Redaktion des Senders: ein Architekturpreis aus Berlin ging ebenfalls nach Altdorf, und zwar für einen innovativen Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit angrenzendem Verwaltungsbau.

Großen Beifall erntete ASDSSR: Altdorf sucht den Superstadtrat. Die Kandidaten mit Weltverbesserungsansätzen, Visionen, oder ehrlichen Absichten fielen bei der illustren Jury (Hartmut Romig, Wolfi Werthner und Werner Birn) durch, aber der junge Mann mit dem Hund, der sich nur mit „ a paar Grundstückla“ bewarb, wurde begeistert aufgenommen.

Die Spätnachrichten brachten die Meldung, dass sich auf Vermittlung des ehemaligen UN-Generalsekretär Khofi Annan die Bürgermeister aus Altdorf und Winkelhaid auf neutralem Boden in Moosbach trafen, um die Gespräche über den Bau des Hallenbades wieder aufzunehmen. Für Summa-cum-laude Absolventen wurde die letzte Meldung in lateinischer Sprache gesendet.

Auch bei der Parteiwerbung bewies das Team um Ernst Bergmann und Karin Völkl seine satirische Begabung, und machte auch vor selbstironischen Äußerungen nicht halt: „Wir sind die „Rohrkrepierer, die Alibispaziergänger, die Scheuklappenträger, die Watschngsichter, die Bremser, die Millionengrabpropheten, die Röder-Schulhaus-Wiederaufbauwoller, die Nichtparker – wir sind die Fußgänger. Wählen Sie SPD!“

„Walder und Gunda“ sind inzwischen zwei alte Bekannte, die bei solcher Gelegenheit natürlich nicht fehlen durften.

Dieses Mal suchte Gunda verzweifelt in der Zeitung nach „seiner“ bislang zuverlässig täglichen Abbildung. Sie machte sich schließlich Sorgen, ob „ihm“ etwas zugestoßen sei, da er heute nicht, wie sonst immer, in der Zeitung zu finden war. Die Szene spielet sich im Laufe des Abends zweimal ab. In der Ersten handelte es sich bei dem Vermissten um den kleinen Eisbären Flocke, erst in der Zweiten um den Bürgermeister. 

 




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