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Bombenkrieg erreichte auch Nürnberg

SPD Altdorf besucht Ausstellung „Die letzten Tage des alten Nürnbergs“ in der Norishalle

Bei archäologischen Grabungen in der Nürnberger Altstadt werden immer wieder Spuren und Gegenstände aus den  letzten Tage des „alten Nürnbergs“ gefunden. Mit den „letzen Tagen“ sind verheerenden Bombenangriffe ab dem 2. Januar 1945 gemeint. Diese Form des Krieges, die gezielte Terrorisierung und Vernichtung der Zivilbevölkerung durch Bombardierung, fand ihren Anfang schon im ersten Weltkrieg. Die deutsche Marine setzte damals Zeppeline für Bombenangriffe auf London ein. Die Zerstörung der Stadt La Guernica durch die deutsche Legion Condor war ein weiterer grausiger „Höhepunkt“. Ab dem Beginn des zweiten Weltkrieges wurde die systematische Terrorisierung der Zivilbevölkerung aus der Luft zur Methode. Monatelang wurden Bobenladungen über den jeweils „feindlichen“ Städte abgeworfen. Die Überlegungen der Alliierten, neben der Zerstörung von Industrie- und Verkehrsanlagen, die Bevölkerung durch das nun selbst erlebte Elend zum Aufstand gegen das Hitlerregime zu bringen, war illusorisch. Man kämpfte schließlich nur noch um das nackte Überleben. Anderes war unwichtig.

Als die beiden Archäologie-Studentinnen Stefanie Beckert und Sandra Münzel bei  Ausgrabungen in der Tetzelgasse in verschütteten Kellern auch auf die Spuren der Bombardierungen stießen, kam ihnen die Idee zu dieser Ausstellung. Bei John Zeitler von der Naturhistorischen Gesellschaft fanden sie sofort Zustimmung und Unterstützung. Bis zum 20 April 2005 können die Gegenstände, geordnet nach den Fundstellen Tetzelgasse, Hintere Sterngasse uns Vestnertormauer, besichtigt werden. Zerbrochenes Geschirr und Haushaltsgegenstände, ein zerstörtes Telefon aus den Kellerräumen des Reichspostamtes, Munitionsreste, ein verrotteter Malkasten ergänzen hautnah die zahlreichen Informationstafeln.

Sandra Münzel und Stefanie Beckert (4. und 6. v. r.) erläutern die nachgebaute Schuttfläche der Tetzelgasse





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